Samstag, 25. März 2017

flowers-to-go


Emotionen

Neulich war ich in einem Stehcafé - man konnte dort sogar sitzen. Den coffee-to-go gab es  - in einem Porzellan-Becher.

Der blinde, vergnügte Barista am Tresen fragte, ob ich meinen Latte hier trinken wolle. Ich entschied mich dazu - auch um meine Sorgen in dem kleinen Eck-Café abzulegen.

Auf dem Weg in meine Praxis kam ich an einem Blumenladen vorbei, erblickte dort ein wunderschönes Blumengesteck. 
Warum nicht mal flowers-to-go? 
Oder-to -rent?

Blumen 

Ich erstand ein tolles Bukett und überreichte es meiner Sprechstundenhilfe, die sich über die Aufmerksamkeit freute. Ich empfahl, am Vormittag den ein oder anderen Blick und Atemzug daran zu verschwenden. Das Sträußchen später weiter zu reichen mit der gleichen Empfehlung. 

Vor der Mittagspause bekam es die Arzthelferin überreicht, die es am Nachmittag ihrer Schwester mitbrachte. 
Diese nahm das Sträußchen am nächsten Morgen mit ins Büro. "Nach einer Stunde schaust du eh nicht mehr hin", erklärte sie ihrer Kollegin und bat darum, das Gesteck weiter zu reichen. 
So wanderte es fünf Tage durch eine Anzahl von Büros. Im Finanzamt.

Hoffen wir, dass wir unsere Güte vergolten bekommen und dies bei unserem nächsten Steuerausgleich spüren. Wenn nicht, so haben wir mit zwölf Euro einer Menge Leute ein kleines Lächeln entlockt. Dir auch?

Herzlichst, BiggY