Dienstag, 30. September 2014

1. Hypnose ist nicht...

                                                    (Bild:Virginie Moerenhout)

... Huhn-Gegacker und Arm-Geflatter. In einer Aufführung oder im Fernsehen hast du die sogenannte Show-Hypnose vielleicht schon erlebt? Dem Teilnehmer wird impliziert, er sei ein Huhn, und flatterte mit den (Arm-)Flügeln. Oder er sei ein Affe, und spränge auf der Bühne umher. Das hat nichts gemeinsam mit der therapeutischen Hypnose. Bei der Show wirst du sehen, der Hypnotiseur holt sich zehn oder besser zwanzig Leute zur Auswahl aus dem Publikum, die bereit sind, Hypnose zu erleben. Fünfzehn schickt er nach einem kleinen Test unter einem Vorwand wieder weg. Er behält die für seine Vorführung, die "besonders gut gehorchen" wollen. Mit einigen Tricks, die ich natürlich nicht verraten mag, schafft er es dann, deren Erwartungshaltung zu erfüllen, und sie flattern und springen tatsächlich über die Bühne, oder fallen in einen tranceartigen Schlaf. 
Denkt an den Illusionisten David Copperfield: er schwebt tatsächlich durch das Theater, aber kann er wohl "in echt" fliegen? Vielleicht magst du mal schauen...
https://www.youtube.com/watch?v=70U2yybKhKg
Gönnen wir also den Illusionisten ihren Show-Erfolg, denn die therapeutische Hypnose wäre für den Patienten zwar wunderbar, für Zuschauer aber nur eins. Langweilig. Wir lesen morgen mehr.
Herzlichst, BiggY