Mittwoch, 22. Oktober 2014

Hilfe


(Bild:missii)
Als die Titanic sank, haben viele ein Rettungsboot oder Rettungsring erfleht. In echten Notsituationen lässt Menschlein sich gerne helfen.

Ein paar Anfragen erreichten mich: "Verflixt! Warum geben die Kinder nichts auf meine Ratschläge? Was soll ich tun?"
Und, witzig, ein Mädchen-Fußballteam schimpfte:" Warum nerven Erwachsene ständig mit guten Ratschlägen? Wir sollen wir bloß tun. Verflixt!"

Oja, du Mutti im Stoffrock dort vorn, in erster Reihe, möchtest deine wertvollen Erfahrungen teilen. Nicht über Facebook, sondern mit deinem Nachwuchs (oder Gatten ?). Willst vor Üblen bewahren, weißt genau, was übel, was gut für sie wäre?

Und du, du kleine Meckerprimel, mit verschränkten Armen in der Ecke stehend, verstehst (vielleicht?,) dass die Alten dich bewahren wollen vor Leid und Elend. Aber zum Leidweisen weißt du bereits: es gibt elendige Viren oder Lebensumstände. "Vor denen kann man sich eh nicht schützen. Also, was soll´s?!", rufst du, und inserierst im öffentlichen Netz: Selbstbeherrschung umständehalber abzugeben.

Die Frage der Fragen aus dem Buch der Bücher gibt Antworten auf die Fragen der Welt, heißt es?
Jugendliche fühlen sich von zugeworfenen Rettungsringen oft erschlagen, durch Rettungsleinen geknebelt, von Ankern am Fortkommen gehindert. Sie empfinden auch gut gemeinte Ratschläge als Schläge, an denen manch einer zerbricht.

Was bleibt also zu tun? Ich denke, mit dem Rettungsring hinter dem (übernächsten) Baum parat zu stehen, ist durchaus legitim. Werfen sollte man ihn vielleicht erst nach Zuruf?
Diesen guten Rat kann ich dir geben...Bis morgen.
Herzlichst, BiggY