Samstag, 29. November 2014

Preise verduften zur Weihnacht

(Bild:Danke,Divi-ded)
Eigentlich bin ich eine Mono-Klatschtante. Soll heißen: ich unterliege der

#Schweigepflicht

und lausche allerhöchstens mal einem bisschen Klatsch. Ich tratsche ihn jedoch nicht weiter. Aber in diesem Fall blieb er keine Geheimnis.
In einem meiner Seminar erzählten wir von unseren Berufen und Berufungen, das gehörte zum Konzept. Einer der Teilnehmer arbeitete bei dem führenden Kosmetikkonzern. Nach und nach kamen wir uns näher, ohne uns zu nahe zu treten. Abends bei einem Glas Rotwein, Ringelblütentee, plauderten wir sowohl aus privatem wie beruflichem Schatzkästchen. Von - nennen wir ihn John - wollten wir zu gern wissen, was dieses weltbekannte

#Parfum

welches man (nicht nur zur Weihnachtszeit) für fast 100 Euro ersteht, in der Herstellung kostet. 
"Was denkt ihr?", zögerte John hinaus und griff nach seinem Glase. 
"Ich weiß es. Der Einzelhandel kalkuliert mit 100%. Also: 50 Euro.", sagte  Edith Schlau. 
Herr Wisser wußte es besser:
"Nein, nein, da kommt noch der Zwischenhandel ins Spiel.  Ebenfalls 100%-Kalkulation, macht: 25 Euro in der Herstellung."
"Krass", meinte eine junge Studentin. "Ich zahle 100 Euro für ein Produkt, welches 25 Wert ist?"

John schwieg, und es dauerte zwei weitere Gläschen, bis er erklärte:" Gut. Du hast Kosten für den Vertrieb. Aber der größte Faktor ist die Werbung: Anzeigen , Fotografen, Beleuchter, Models, Maskenbildner, Annoncen usw. Den richtigen Betrag hat niemand von euch erraten. Die Herstellungskosten eines Parfums, was im Verkauf knapp 100 Euro kostet, liegen bei ungefähr einem Euro."

Superkrass, finde ich, und frage mich seitdem, wie die 1-Euro-Läden entstanden.? Trotzdem viel Spaß bei deinen Weihnachtseinkäufen wünscht dir
herzlichst, BiggY