Donnerstag, 15. Januar 2015

Kinder erziehen Eltern

(Piqs/SharonPruitt)

Ich mag Kinder

Es gibt zwei Phasen, wo ich sie am liebsten habe. Zum einen, wenn sie jünger als ein Jahr sind. Dann kann ich sie beschnubbeln, ohne dass sie weglaufen können. Dann wieder, wenn Kinder zu Menschen werden. Man mit ihnen diskutieren und reden kann. 

Bei manchen ist das der Fall, wenn sie 

in der Pubertät



 sind. (Bei uns war die verboten, leider sind Wechsel-Jahre genauso verboten. Das hab ich nun davon.) 
Aber gut.

Jedenfalls, wenn sie zu berechenbaren Kinder-Menschen werden, kippt die V-Erziehung. Das ist so ein Zwischending zwischen Erziehung und Verziehen. 
Am Anfang schuf ER Himmel und Erde. 

Wir Eltern 

lebten himmlisch auf Erden - dem Nachwuchs vor. Ebenso wie Lehrer, Schule, Kirche und Politik. Und dann, irgendwann, tataaaa, kommt der Moment. Kind wird Mensch, und Kinder-Mensch hat eine Meinung. Sogar einen eigene. Wie Hammer ist das denn? Ich liebte diese Zeit, wo ich nicht mehr alles vormachen musste. 

Wo ich nicht das Kind im Spielparadies abgab, wenn wir zum Einkaufen gingen; sondern wo Kinder-Mensch mich im Café deponierte, um mit dem Bruder nach der Jeans zu schauen. (Wobei- den Hosenrütteltest, den vermisse ich!) 
Das war mein neuer Himmel auf Erden.

Wie sagt Direktor Max Hollein, über die Vorteile des neuen Spiel- und Lernparcours in der Frankfurter Kunsthalle Schirn: "Ihr könnt spielen und eure Eltern unterdessen in der Ausstellung abgeben."
Wer jetzt noch moppert, das Kinder-Mensch eine eigene Meinung hat, schaue auf die Oberseite der Medaille. 

Herzlicht, BiggY