Mittwoch, 28. Januar 2015

Spielt dein Darm Autobahn-Stau?

(Piqs/cyrus)

Ballaststoffe


... sind nicht nur in aller Munde, sondern auch im Darm angesiedelt. 
"Hoffentlich viele," hören und lesen wir seit Jahren, und alle Menschen richten sich danach. 

Alle? 
Ja, leider. 
Denn es gibt, wie immer bei uns Menschen, 

Ausnahmen.

In diesem Fall sind Ausnahmen sogar häufig die Regel. 

Nicht für jeden Körper wirken Ballaststoffe als Verdauungs-Beschleuniger. Jeder, der einen trägen Darm in sich trägt - nein, dafür braucht man sich  nicht verantworten, da kann  keiner was für -, ist mit Ballaststoffen nicht unbedingt gut beraten. 

Bei diesen Menschen führen sie zu Obstipation, bekannt als Verstopfung. 

Warum das so ist? 

Dein Darm ruht nicht in deinem Bauche wie ein starres Eisenrohr. Eher ähnelt es einem meterlangen Luftballon, dem die Puste ausgegangen ist. 

Schlingst du Essen in dich wie Luft in besagten Ballon, weitet dein Darm sich aus. Deine Peristaltik = Kontraktion befördert den Speisebrei weiter. Hast du einen normal arbeiteten oder flotten Darm, läuft das prima ab. 

Lebst du mit trägem Darm, und willst diesen mit wertvollen Vollkorkprodukten und Ballaststoffen zur Mehrarbeit animieren, wird der faule sagen:"Nö, so nicht. So viel Arbeit will ich nicht. Das steht nicht in meinem Vertrag." Oder so.

Jedenfalls verweigert er seine Anstrengung wie ein überforderter Arbeiter. Speisebrei bleibt in Kurven liegen, verdickt wie zu lang gekochtes Pflaumenmus, weil Wasser entzogen wird.  So kommt es zu Verdauungsproblemen, zur Verstopfung. 

Alle Nahrungsmittel die du nun zu dir nimmst, bleiben ebenfalls (teilweise) dahinter liegen. Es kommt zu den unbeliebten Blähungen, zum prallen Bauch, den wir nicht wirklich begehren. Der Hosenbund kneift, also ziehen wir lieber die Jogginghose an.

Kein reger Verkehr?


Stell dir vor, auf der Autobahn fließt der Verkehr langsam. Alles staut sich. 
Jetzt knubbeln wir ein paar schwere, kräftige Bulldozer dazwischen. Läuft der Verkehr deshalb schneller? Nein, obwohl diese ja eigentlich die kleineren Autos anschieben könnten. Machen sie aber nicht. 



(Piqs/ChristionDemski)



Wenn du möchtest, dass alles fließt, gehe achtsam und bewusst mir Ballaststoffen um. Gewöhne den Darm nach und nach daran, trinke viel, greife auch weiterhin zu anderen Lebensmitteln. 

Gut ist nicht für jeden gut. Denkt immer dran, zu (hinter) fragen. 

Führe vielleicht eine Zeitlang ein Tagebuch um herauszufinden, welche Speisen du gut verträgst, und welche weniger. 

Herzlichst, BiggY