Samstag, 17. Januar 2015

Was gehört zu einem KNALLVERGNÜGTEM Leben? Heute: Vergebung.

(Piqs/MPS)

Wir alles wollen leben, möglichst in

Harmonie mit sich selber und dem Nächsten.

Weißt du, was alles dazu gehört?
Was du selber für dich, für andere (nicht) tun kannst? In den kommenden Tage werde ich eine kleine Serie darüber schreiben. 
Ich wünsche sehr, dass das ein oder andere dir weiter hilft, dich anspricht, und du diese Informationen im wahren oder virtuellen Leben teilen magst. 

Beginnen wir mit einem Thema, das vielen Menschen Schwierigkeiten bereitet, ja, ich gestehe, mir anfangs auch. Aber doch ist es über-lebens-wichtig. 


Die Vergebung

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die nicht empfinden, dass man sie verletzt hat, Unrecht getan, auf Füße oder Schlips getreten ist. 

Die erste Reaktion war sicherlich Verärgerung, es folgten Wut, Ärger und brodelnde Blutzellen, die sich in den Adern zu Knoten verballten. Zeit verging, sie heilte die Wunden nicht, verstopfte aber sehr wohl deine Adern. Vielleicht sogar irgendwann deine Atemwege. Den leichten Blutdurchfluss durch dein Herz? Es legte einen schwarzen Schatten auf deine Seele?

Wir kennen die Geschichte von Gisela Mayer, deren Tochter Nina, Lehrerin, von einem Amokläufer erschossen wurde. 
(Sie lernte, sich den Jungen als armen Verzweifelten vorzustellen, da er sich am Ende selber erschoss.)

Die von Stefan Tiefenbacher, der bei einem Verkehrsunfall einen Arm und die Erinnerung an sein Leben davor verlor. Den Schuldigen niemals sah. 
(Er übte Vergebung indem er visualisierte, dass der Unfallfahrer mit seinem schlechten Gewissen einfach Angst hatte, sich nach seinem Genesungsprozess zu erkundigen)

Die von Ana Gayle, deren Tochter ermordet wurde. 
(Nach Jahren der Verzweiflung schrieb sie dem Täter einen Brief, suchte ihn im Gefängnis auf. Kämpfte gegen seine Hinrichtung)


Die von Marina Frason, die unmittelbar nach der Geburt von ihrer Mutter verstoßen und in ein Heim gegeben würde. 
(Sie suchte als Erwachsene ihre Mutter auf. Erkannte, wie gefühllos diese war, und welches Glück sie mit ihren liebevollen Pflegeeltern hatte. Dass es das beste war, was die Mutter für sie tun konnte.) 

Die sehr bekannte von Eva Moses Kor, die Auschwitz überlegt hat. 
(Die zu einem der überlebenden Täter Kontakt aufnahm, sich seine Seite der Geschehnisse anhörte) 

Die von Ismael Chatib, dessen kleiner Sohn von Israeli erschossen wurde. 
(Der die Organe an ein anderes Kind spendete, was dadurch weiterleben konnte)

Die von Irmgard Meißner, die mit 14 vergewaltigt wurde.
(Die 30 Jahre später anklagte. Der Täter hängte sich daraufhin auf)

All diese Menschen vereint eines. Sie entwickelten für die Täter irgendwann

Vergebung.

Wenn man diese drastischen Geschichten liest, kann man das kaum glauben. Für wie viel weniger lassen wir in unserem Herzen negative Gefühle weiter existieren? 

Rache hat einen Nachteil. Sie provoziert wieder Rache. Und hört so nie auf. 

Vergeben ist nicht das Gleiche wie versöhnen. Und es macht nichts ungeschehen. Auch wenn du verziehen hast, musst du nicht Kontakt zu einem Menschen halten, der dir Böses antat, oder ihn von deiner Vergebung Mitteilung machen.

Verzeihen 


heisst eigentlich nur eins: dass Wut, Ärger und Verletzung dich und dein Leben nicht mehr bestimmt. Dass du einen Weg weitergehen kannst, und nicht über jede alte Hürde stolperst, stürzt, dir eine blutige Nase holst. 

Vergeben ist ein langer Weg, du kannst keine Etappe überspringen. All die negativen Gefühle gehören zur Gesundung hinzu. 
Aber dann, eines Tages, wünsche ich dir dass du aufwachst und der Druck, die Schwere, sich aufgelöst hat. 

Für heute ein leichtes Herz wünscht sehr  

herzlichst, BiggY