Sonntag, 1. März 2015

Was gehört zu einem KNALLVERGNÜGTEM Leben? Autor eines Lebens-Manuskriptes werden Teil I



                                                                          (Bild:Jürgen Wald)

Ich wär so gerne Autorin.  


Die eines Romans, die meines Lebens. Aber wie fange ich an? Ich grüble. 

Als erstes muss mein Werk eine grandiose Botschaft erhalten, sonst kann ich meinen Leser nichts lehren. Und das will der: nach Lesen meines Buches mehr wissen als vorher. Fragen beantwortet haben die er sich vorher nicht stellte.  Einen Sinn darin finden, dass er zehn bis zwanzig Euro und fünf bis zehn Stunden ausgegeben hat. Romane sollen Problemlösungsmodelle erleben lassen. Wie in der Ehe: Probleme, die man ohne Gatten (hier: Autor) nicht hätte. 

Selbst der Allmächtige ersann eine Idee: die Erschaffung der Welt, dies in sieben Tagen, das zeigt, über welches Ausnahmetalent er verfügte. Über seine Planungszeit ist nichts überliefert, sein Tempo werde ich weder halten noch toppen können. So schnell wird weder Roman noch Lebensweg verlegt. Sicherlich übertreffen meine Vorbereitungs- und Übungszeiten die seine. 

Wobei, das kann man nicht wissen. Vielleicht hat auch er zuvor Erschaffen geübt? Schon einmal eine Welt erfunden? Gibt es Parallelwelten? Als Generalproben, sozusagen, die ihm misslungen sind? So wie mir meine ersten Roman- und manche Lebenswerke? Vielleicht war er nur deshalb relativ erfolgreich, weil er beständig lernte, sich dadurch verbesserte? 

Beschäftigt er sich jetzt noch mit upgrades? Scheinbar gilt für Menschen wie Autoren: Beständiges Üben, Fleiß, Weiterentwicklung. Durchhaltevermögen. 
Auch bei Misserfolgen. 

Herzlichst, BiggY