Donnerstag, 30. April 2015

Mein Leben mit Lavendel



Lavendel 

mögen wir alle, nicht wahr? In der freien Natur, am Urlaubsort, zu Haus, wo er uns stets ein mediterranes Gefühl vermittelt. Ist er deshalb auch in deutschen Gärten so beliebt? 

Im Winter lässt er zwar keine Federn, nimmt auch nicht zu, wie einige von uns Gärtnern. Aber so richtig proper kommt er im Frühjahr nicht daher. 

Ständig herrscht die Überlegung, ob man ihn beschneiden soll oder nicht; im Herbst oder Frühjahr. Im Sommer, damit er ein zweites Mal austreibt? 

Ich habe neulich einen Film gesehen, in welchem ein italienischer Bauer vor seinem Lavendelfeld stand, das weiter reichte als das Auge des Betrachters, und auf die entsprechende Frage des Reporters ziemlich lapidar antwortete:

"Klar, wer mag, kann seinen Lavendel beschneiden." Dann blickte er auf sein Feld, und fügte hinzu: "Ich habe zwanzig davon. Ich mach das natürlich nicht." Dann drehte er sich weg, schmauchte weiter an seinem Pfeifchen und stakste über das Feld zu seinem Traktor, einen Schäferhund und ein Schaf im Schlepptau. 

Ich war nicht schlauer als zuvor; hatte es in diesem Jahr folgendermaßen gehalten: ein Drittel meiner Lavendelpflanzen beschnitt ich vor dem Winter. Ein zweites  Drittel im Frühjahr. Den Rest überließ ich ihm selber. 

Die Pflanzen in den Töpfen allerdings schnitt ich herab, und beobachtete meine Lavendelzucht wie Fischer ihre Becken. 


(Lavendel-Zucht/BiggY)


(Lavendel-Zucht/BiggY)


Leider haben all diese Pflanzen den Sommer nicht blühend erreicht. 

Aber erstaunlich ist:
Wenn ich durch meinen Garten gehen, blüht der Lavendel an allen Ecken, Enden und Stellen. Überall gleich. Egal, ob er zu dem Drittel gehört, welches ich beschnitt oder nicht. Das macht mich schon sprachlos. 




Wie haltet ihr es, und welche Erfolge hattet ihr mit euren Pflänzchen, fragt euch 


herzlichst, BiggY