Dienstag, 23. Juni 2015

Kuschelst du noch oder liebst du schon?

(Piqs/josef325)

Liebe und körperliche Nähe



Zum einem knallvergnügten Leben gehört die Liebe, einschließlich der  körperlichen Nähe. Die kommt auf unterschiedlichste Weise daher. 



Wer sein Auto liebt, poliert es gern mit besonders weichem Naturleder; haucht auf eine beschlagene Stelle im Lack, und poliert erneut im Kreis, bis die Stelle glänzt.



Wer Katz und Hund mag, erhebt das Tierchen in Himmel und auf seinen Schoss; streichelt es, striegelt sein Fell, und genießt beim Bürsten, dass es sich wohlig reckt. 


Wie ist es bei uns Menschen? 

Ja, auch wir begehren körperliche Nähe unterschiedlichster Art.


Da ist zum Einen das Händchenhalten, die Umarmung, das Küsschen, das Streicheln. Das aneinander Kuscheln und -schmiegen, die Löffelchenstellung beim Schlafen.



Dies setzt das Bindungshormon Oxitocyn frei, wie schön. 



Bei Paaren gehört aber auch Erotik zum knallvergnügten (Liebes-) Leben. Wir vergessen das im Alltag hoffentlich nicht immer


Alles Kopfsache, diese Körperlichkeit

sagt das Hirnforscherteam der Universität Genf, und unterscheidet zwischen Lust und Liebe. 

Die Lust 

setzt einen Gehirnbereich (das Striatum) unter Strom, in dem angenehme Sinneserfahrungen verarbeitet werden. Dazu gehört auch das leckere Essen! Also kann Essen tatsächlich sinnig sein, Lust wecken? 

Die Liebe 

funkt hingegen in einer Hirnstruktur (der Insel) dazwischen, die zuständig ist für angenehme Erfahrung, aber auch für Gewohnheiten und Süchte. 


Wird aus Lust süchtig machende Gewohnheit, kann man das an der Landkarte deines Gehirns ablesen. Das Signal wandert dann von einen in den anderen Bereich. 



Klasse?



Naja, die schöne Sache hat einen großen Nachteil: Je aktiver das Liebeszentrum, desto weniger funkt´s im Lustzentrum. Was erklärt, warum man mit zunehmender Liebesbeziehung vielleicht weniger Lust empfindet kann.



Wir haben Hinterfragen gelernt, also fragen wir uns: 


Muss das so sein? 

Nun, jeder ist seines Liebesglückes Schmied. Wenn beiden Partnern das Kuscheln genügt, sollen sie sich nicht verrückt machen. (Oder vielleicht doch :)  ?) 

Aber ein bisschen Erotik darf doch sein. Kerzen, Rosenblätter, schöne Musik, ein vorbereiteter Körper, ALLES KOPFSACHE, und wir freuen uns auf einen Abend zu Zweit. Ob zu Hause oder im Hotel, ist doch egal. 

Der Wahnsinns-Absatz der erotischen Literatur zeigt, dieses Thema ist beliebt. Nutze es. Setze es um, und schieb es nicht beiseite. Sex macht schön, gesund, glücklich und schlau, so wissen die Forscher. 

Woher?

Frag mich nicht, bei mir haben sie noch nicht geforscht. 

Ich überlege, ob ich nachher die Forschungsberichte durcharbeite, um euch mehr darüber zu erzählen.
Oder vielleicht die Blätter von meinen getrockneten Rosen zupfe und anschließend duschen gehe? 

Ich wünsche uns einen schönen Abend 

Herzlichst, BiggY