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Was gehört zu deinem KNALLVERGNÜGTEM Leben? Ein Hoch auf "uns"



Ich reise gern, sammle Eindrücke, lerne und schreibe.

»Nur durch schreiben lernt man schreiben,« heißt es.
»Nur durch leben lernt man Leben,« denke ich oft, und weiter:
»Nur durch lieben lernt man Lieben«.

Auf einer meiner Reisen durfte ich an einer besonderen Art von Trauung teilnehmen. Ich werde sie nie vergessen. 

Ein junges Paar, Paul und Marie, hatten sich in tiefer Verliebtheit entschieden, diese durch ein besonderes Band zu festigen. 
Sie waren unterschiedlichen Glaubens, aber beide Buddhisten. So nutzten sie ihre Kontakte und feierten eine buddhistische HochZeit in einer kleinen, romantischen Natursteinkirche. 

Zuvor buchten sie bei mir ein Ehevorbereitungs-Seminar. »Prophylaktisch«, denn ihnen war klar, dass guten durchaus weniger gute Zeiten folgen konnten. Und da bereits drei ihrer Freundespaare geschieden waren, wollten sie alles unternehmen, dass ihnen so etwas nicht passierte. 

Ich wurde zu kirchlichen Trauung geladen, sollte Textausschnitte mitschreiben. Später wollten wir gemeinsam mit dem Fotografen ein Ehebuch anlegen. 

Die Trauungszeremonie begann. Leise, so dass die anderen Gäste es nur hören konnten, wenn sie die Ohren sehr spitzen, schaute der buddhistische Mönch zu Marie und sagte leise:

«Ab heute denkst du nicht mehr an dich.« 

Dann wandte er sich Paul zu und sprach:
»Ab heute denkst auch du nicht mehr an dich.«

Er wandte sich widerum an die Braut:
»Ab heute denkst du auch nicht mehr an deinen Mann.«

Dann drehte es sich zu diesem:
»Und du, Paul, du denkst ab heute nicht mehr an und für deine Frau.

Anschließend drehte er sich Richtung Altar, machte sich an  seiner Kleidung zu schaffen, ließ dem jungen Paar Zeit.

Paul und Marie wandten sich einander zu. Sie schauten sich fragend an, ratlos. Wie, sie sollten nicht mehr an den anderen denken? 
Jeder von den beiden sah Verunsicherung in den Augen des anderen.
"Was meint er damit? Ist eine Ehe nicht dazu da, an einander zu denken?" Sie verstanden den Mann nicht, den sie für alt und weise gehalten hatten.

Der Mönch näherte sich ihnen wieder.
»Ab heute," sagte er, "und merkt euch das gut, denkt ihr nur noch an »uns«. Es gibt kein dich und mich mehr, es gibt nur ein »uns«.

Marie zögerte, dann lächelte sie. Paul schaute seine zukünftige Frau an, sie reichten einander die Hände, verschränkten ihre Finger in einander.

Dann fragte der Mönch: »So, und wenn nun jemand von euch Probleme bekommt, Eigenarten entwickelt, Hilfe benötigt ... wessen Angelegenheit ist es, diese zu klären?«

»Unsere."
" Es ist unserere gemeinsame Aufgabe.«

»Ich sehe, ihr habt mich verstanden.« 

Er schloss seine von Altersflecken übersäten Hände über  ihre jungen, glattweißen Finger und sprach:
»Hiermit erkläre ich euch gerne zu einem Ehepaar. Ich bin sicher, wenn ihr euch an diese Weisheit haltet,  wird einer  meiner jungen Mönche euch einst den Segen zu eurer goldenen Hoch-Zeit spenden. Herzlichen Glückwunsch."


Ja, ich gestehe, wenn ich heute willige Paare berate, um ihnen zu einer glückvollen Beziehung zu verhelfen, verwende ich diese budhhistischen Weisheiten zum Teil weiter - egal, welchem Glauben das Liebes-Paar angehört. 

Paar ist Paar.


Herzlichst, BiggY

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Was gehört zu einem KNALLVERGNÜGTEM Leben? Süße ohne Zucker

Ohne Worte - und doch sagt  dieses Bild  viel. 
Zucker ist nicht nur für die gleichnamig Erkrankten ein Problem, auch wir sollten auf unseren Konsum achten. 

Zumal Zucker häufig den Appetit auf noch mehr Zucker anregt. 

Wer kennt das nicht: EIN Stück Schokolade geht nicht.

Das Problem:
Oft ist uns nicht bewusst, wo der süße Satan versteckt auf uns lauert, um sich in unseren Körper einzuschleusen. 

Und vielleicht sagst du: "Ich hab den ganzen Tag nicht viel gegessen. Nur getrunken. Da kann ich doch ruhig ...

"Ach was," wie Loriot antworten würde. 
Zucker oder Fett?
Auch deine Leber kann ein teuflisches Werk verrichten. Wenn du denkst, du verzichtest auf Fett, um dein Gewicht zu reduzieren, kommt die Leber an, baut sich knallvergnüglich aus Zuckermolekülen Fetttröpfchen und speichert es an Stellen ab, wo du sie nicht wirklich gern siehst. Oder spürst.
Also Augen auf, beim (Getränke-)Kauf !
Herzlichst BiggY

Kaffeezeit und Gästebesuch - alle wollen aber ohne Kalorien? Lies Tipp 1 und 2

Du erwartest Besuch, jeder sagte vorab: "Aber mach dir keine Umstände. Und bitte keinen Kuchen. Es gibt ja schon früh Abendbrot." Oder so ähnlich.
Du möchtest trotzdem etwas vorbereiten? Gastfreundschaft beweisen? Wie gefällt dir obige, blumige Idee? 





Tipp 1Genieße trotzdem deine Kaffeezeit. Es muss ja nicht immer Kuchen sein. 
- Dekoriere die Tassen hübsch
- Eine Blüte aus deinem Garten hinzugelegt?
- Drapiere einen Keks an den Rand, wie du es aus Cafés kennst 
- Oder einen Reiscrispie?
- Vielleicht stellst du ein Glas Wasser bei? In einem hübschen Weinglas? Das ist doch ein Augenschmaus, oder? 
- Auch Milchschaum ist ein liebevoll bereiteter Hingucker. 




Das Aufschäumen von Milch gelingt am besten mit 1,5%iger; wenn du keinen Aufschäumer hast: 

Tipp 2
Gib die entsprechende Menge in ein Gefäß, wärme sie in der Mikrowelle an, schraube einen Deckel auf und schüttle einige Sekunden lang. 

Das Auge isst nicht nur, es trinkt auch mit. Heute, im wahrsten Sinne des Wortes, 
HERZlichst, BiggY



Lass es weg ...

Meine lieben Blog-Leser, 
was (will ich?) noch hinzufügen?  

Außer dem Wunsch, dass wir uns alle gern und knallvergnügt weiter entwickeln. 

Damit wir Zufriedenheit in uns finden - und nicht andere dafür verantwortlich machen. 

Herzlichst, BiggY 
... die allzeit bemühte.