Dienstag, 14. Juli 2015

Mein Leben mit Lavendel



Lavendel 

mögen wir eigentlich alle, nicht wahr? In der freien Natur, am Urlaubsort, zu Hause, wo er uns stets ein mediterranes Gefühl vermittelt. Ist er deshalb auch in deutschen Gärten so beliebt? 

Im Winter lässt er zwar keine Federn, nimmt auch nicht zu, wie es bei einigen von uns Gärtnern der Fall ist. 

Ständig herrscht die Überlegung, ob man ihn beschneiden soll oder nicht; und wenn, dann wann. Im Herbst oder Frühjahr. Im Sommer, damit er ein zweites Mal austreibt? 

Ich habe neulich einen Film gesehen, in dem ein italienischer Bauer vor seinem Lavendelfeld stand, das weiter reichte als das Auge des Fernsehzuschauers. Auf die entsprechende Frage des Reporters antwortete er ziemlich lapidar:

"Si, wer mag, kann seinen Lavendel beschneiden." Dann blickte er auf sein Feld, und fügte hinzu: "Ich habe zwanzig davon. Ich mach das natürlich nicht." Dann drehte er sich weg, schmauchte weiter an seinem Pfeifchen, stakste über das Feld zu seinem Traktor, Schäferhund und ein weißes Schaf im Schlepptau. 

Ich war nicht schlauer als zuvor. Ich hatte es in diesem Jahr folgendermaßen gehalten: ein Drittel meiner Lavendelpflanzen beschnitt ich vor dem Winter. Ein zweites  Drittel im Frühjahr. Den Rest überließ ich sich selbst. 

Die Pflanzen in den Töpfen allerdings schnitt ich komplett herab, und beobachtete meine Lavendelzucht wie Fischer ihre Becken. 


(Lavendel-Zucht/BiggY)




Leider haben all diese Pflanzen den Sommer nicht blühend erreicht. 

Aber erstaunlich ist:
Jetzt blüht der Lavendel an allen Ecken, Enden und Stellen. Überall gleich. Egal, ob er zu dem Drittel gehört, welches ich beschnitt oder nicht. Das macht mich schon sprachlos. 




Und was ist jetzt, wo die ersten Farben verblassen? Schneide ich ihn, damit er ein zweites Mal blüht? Wie haltet ihr es, und welche Erfolge hattet ihr mit euren Pflänzchen, fragt euch 

herzlichst, BiggY